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Moment Mal!

May 28, 2015

 

Gestern, nach der Arbeit, habe ich mich mit dem Auto auf meinen Weg nach Hause gemacht. Kurz vor Feierabend hatte ich eine kleine Auseinandersetzung mit einer Kundin über die Umtauschregelung des Unternehmens. Eins führte zum anderen und ich wurde emotional, genervt und wollte unsere Debatte gewinnen. Wir mussten uns vorerst uneinig trennen und „die Stimmung“ war nicht harmonisch.

So aufgewühlt setzte ich mich ins Auto und fuhr los, innerlich beschäftigt mit Argumenten, die ich hätte vorbringen können, wie ich besser mit der Situation hätte umgehen können, meiner Aufregung über die Kundin und mich und so weiter.

 

Schließlich bemerkte ich mein „in Gedanken sein“ und beschloss, mich wieder zu spüren, meine Aufmerksamkeit auf die Gegenwart zu richten und von hier aus neu zu schauen. Ich spürte in meinen Auto-fahrenden Körper, meine Hände, Schultern und Beine etc., ließ meinen Blick schweifen und begann meine Umgebung, die Natur um mich herum wahrzunehmen und wertzuschätzen.

 

Ach, Frühling ist einfach meine liebste Jahreszeit....das frische Grün der neugeborenen Blätter, die saftigen Wiesen, die blühenden Obstbäume – die Landschaft um mich herum ist einfach schöööön!

 

Aber: Moment mal!

 

Es ist ja alles sehr schön hier und grün und so -  aber so unvertraut!

 

Wo bin ich? ...

 

 

Diese Landschaft entsprach so gar nicht der, die ich jeden Tag auf meinem Weg von und zur Arbeit sehe... Vor lauter Denkerei war ich von meinem Weg abgekommen, hatte mich verfahren. Es hieß also: von der Autobahn abfahren, Navi anmachen und den Weg nach Hause wieder finden. Wo ich – mit ein bisschen Verspätung – dann auch noch angekommen bin. ☺

 

Diese Erfahrung ist für mich wie ein Sinnbild/Analogie zum Leben überhaupt:

 

Sind wir nicht alle auf unserem Weg nach Hause?

Unser irdisches da-sein ist nur ein Übergang, ein Weg zurück zu unserem Ursprung und unser Leben, unsere Lebensweise ist ein Abbild des Pfads den wir wählen.

 

Wie ich lebe,

 

    -ob ‚beschäftigt’ mit Emotionen, getrieben eine Lösung zu finden (für was auch immer),

     gefangen in der Idee kontrollieren zu können oder

 

    -ob präsent, gelassen und meine Vermögen einsetzend wo und wie es nötig ist,

 

bestimmt ob ich auf direktem Wege nach Hause unterwegs bin oder... auf Umwegen.

 

Wie auch immer - mein Körper ist der Verbündete, die Brücke zum präsenten sein, mein Mittel um den rechten Pfad (wieder-) zu erkennen. Mich zu spüren und meine Umgebung wahrzunehmen ist nicht nur eine feine Sache, sondern auch grundlegend für wo und/oder wie ich ankomme, ist grundlegend dafür ob ich meine Entwicklung zurückhalte oder unterstütze.

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